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Calais

Abermalige Räumung des Magnésia-Geländes

Räumung am 14. September. (Foto: Auberge des migrants / Twitter)

Bereits am Juni und Juli 2021 wurde das Magnésia-Gelände in Calais geräumt, wo zeitweise mehrere hundert Exilierte in einem stillgelegten und zum Abbruch bestimmten Hallenkomplex lebten (siehe hier und hier). Am 14. September dort hat nun eine weitere Räumung stattgefunden.

Video der Räumung am 14. September 2021. (Video: Human Rights Observers)

Wie bei den vorausgegangenen Räumungen des Unicorn, wie das Camp auch genannt wird, handelte es sich um eine Polizeioperation, die formal humanitären Charakter hat und der Unterbringung (mise à l’abri) der Exilierten dient. Auch diesmal wurde sie, so erklärten die Human Rights Observers, von einem Großaufgebot verschiedener Polizeibehörden (CRS, Gendarmerie, Grenzpolizei und Police nationale) durchgeführt. Zwischen 6 und 9 Uhr wurden Presseberichten zufolge 86 Exilierte, darunter vier Familien und zehn Kinder, per Bus in Unterkünfte (CAES) außerhalb von Calais gebracht. Außerdem wurden drei Personen von der Grenzpolizei festgenommen.

Operationen dieser Art sind routinemäßig mit der Beschlagnahme und Entsorgung zurückgelassener Zelte und persönlicher Gegenstände verbunden. Kehren die Bewohner_innen aus den CAES nach Calais zurück, was zumeist der Fall ist, so finden sie sich in einer entsprechend prekären Situation wieder.