
Seit dem 5. Februar 2026 liegt der Abschlussbericht der Kommission vor, die unter der Leitung des britischen Jura-Professors Ross Cranston die bislang schlimmste Katastrophe der Kanalroute untersuchte. Das über 450seitige Dokument beschreibt eine Verkettung von Unzulänglichkeiten und Überforderungen, Fehleinschätzungen und Fahrlässigkeiten, die in der Nacht vom 23. auf den 24. November 2021 vermutlich 31 Menschen das Leben kostete. Der Bericht ist ein Meilenstein in der Aufarbeitung dieser tödlichen Dimension der Grenzpolitik, und dennoch bleiben Fragen.



