Die von britischen Rechtsextremen angekündigte „Operation Overlord“ an der französischen Kanalküste ist weitgehend im Sande verlaufen. Statt massenhaft inmitten der humanitären Krise zu „landen“, sahen sich die Aktivist:innen mit einem Verbot, Polizeipräsenz und Festnahmen, aber auch internen Zerwürfnissen, konfrontiert. In der digitalen Welt jedoch erweist sich die Kampagne als Brandbeschleuniger: Fake-Kanäle erwecken den Eindruck, im Ärmelkanal würden vollbesetzte Schlauchboote versenkt und die Bevölkerung übe den Aufstand.
Schlagwort: Operation Overlord
Im November und Dezember 2025 suchten Aktivisten der britischen Kampagne Raise the Colours wöchentlich Schauplätze der undokumentierten Migration in Nordfrankreich auf. Die Rechtsextremisten produzierten eine Desinformationskampagne, propagierten Aktionen gegen small boats und bedrängten Geflüchtete und humanitäre Helfer:innen. Unter dem Namen Operation Overlord kündigen sie nun eine Aktion am 24. Januar 2026 an und mobilisieren für eine Massenbewegung mit größenwahnsinnigen Zügen. Die französische Regierung reagierte mit einem Einreiseverbot. Das rechtsextreme Spektakel inmitten der humanitären Krise ist damit ausgebremst, aber nicht beendet.