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Channel crossings & UK

Was danach geschieht?

Das „One out, one in“-Abkommen: Eine Zwischenbilanz

Seit dem 6. August 2025 ist ein britisch-französischer Modellversuch im Gange, der die Abschiebung von Bootsmigrant:innen nach Frankreich ermöglicht – wenn das Vereinigte Königreich nach dem Prinzip „One out, one in“ dieselbe Zahl anderer Migrant_innen aus Frankreich aufnimmt. Fünf Monate vor dem Ende der Projektlaufzeit mehren sich Stimmen, die von einem Scheitern sprechen. Doch diese Einschätzung könnte vorschnell sein. Und es wird deutlich: Das Projekt bringt Menschen in Gefahr für Leib und Leben und zwingt manche, nach ihrer Abschiebung aus Frankreich zu flüchten.

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Dunkerque & Grande-Synthe

Tod im Jungle von Loon-Plage

Zum zweiten Mal in diesem Jahr wird der Tod einer exilierten Person in Nordfrankreich gemeldet. Wie das alternative Medienprojekt Calais La Sociale berichtet, handelt es sich um einen Mann, der im Camp von Loon-Plage bei Dunkerque lebte. Er sei von Rettungskräften versorgt worden, weil er am 15. Februar im Camp ein Unwohlsein verspürt habe; am 16. Februar verstarb er im Krankenhaus von Dunkerque. Über die Identität des Mannes und die Umstände seines Todes liegen bislang keine weiteren Informationen vor.

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Channel crossings & UK

Cranston-Report liegt vor

Seit dem 5. Februar 2026 liegt der Abschlussbericht der Kommission vor, die unter der Leitung des britischen Jura-Professors Ross Cranston die bislang schlimmste Katastrophe der Kanalroute untersuchte. Das über 450seitige Dokument beschreibt eine Verkettung von Unzulänglichkeiten und Überforderungen, Fehleinschätzungen und Fahrlässigkeiten, die in der Nacht vom 23. auf den 24. November 2021 vermutlich 31 Menschen das Leben kostete. Der Bericht ist ein Meilenstein in der Aufarbeitung dieser tödlichen Dimension der Grenzpolitik, und dennoch bleiben Fragen.

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Externe Berichte

Februar 2026

Wir verlinken hier eine Auswahl aktueller Meldungen aus den Medien und Beiträge von Exilierten und Aktivist_innen und mit Bezug zur Situation im kontinentaleuropäisch-britischen Migrationsraum.

Foto: Julia Druelle
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Channel crossings & UK

Britisch-chinesische Vereinbarung

Während des Staatsbesuchs des britischen Premierministers Keir Starmer in der Volksrepublik China vereinbarten beide Staaten eine Zusammenarbeit bei der Vorfeldbekämpfung der Migration auf der Kanalroute. Die zwischenstaatliche Vereinbarung, die nicht im Wortlaut veröffentlicht wurde, zielt auf die Unterbrechung der Lieferkette für Bootsmotoren, Bootszubehör und Bauteile chinesischer Produktion. Sie reiht sich ein in eine Folge ähnlicher Vereinbarungen mit Drittstaaten, doch ihr Einfluss auf das Geschehen am Ärmelkanal dürfte minimal sein. Die Gründe hierfür sind vielfältig.