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Calais

Wieder ein Todesfall in Transmarck

In der Gemeinde Marck bei Calais starb erneut ein Mensch beim Versuch, nach Großbritannien zu gelangen. Es ist der erste Todesfall eines Geflüchteten an der französischen Kanalküste in diesem Jahr, doch reiht er sich in eine Reihe ähnlicher Vorfälle ein, die sich nicht auf See, sondern im Gewerbegebiet Transmarck ereigneten. Wegen seiner zahlreichen Logistikbetriebe versuchen vor allem Menschen aus dem Sudan und anderen subsaharischen Staaten, dort auf einen Lastwagen nach Großbritannien zu gelangen und riskieren dabei immer wieder ihr Leben.

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Channel crossings & UK

„Operation Overlord“: Farce und Brandbeschleuniger

Die von britischen Rechtsextremen angekündigte „Operation Overlord“ an der französischen Kanalküste ist weitgehend im Sande verlaufen. Statt massenhaft inmitten der humanitären Krise zu „landen“, sahen sich die Aktivist:innen mit einem Verbot, Polizeipräsenz und Festnahmen, aber auch internen Zerwürfnissen, konfrontiert. In der digitalen Welt jedoch erweist sich die Kampagne als Brandbeschleuniger: Fake-Kanäle erwecken den Eindruck, im Ärmelkanal würden vollbesetzte Schlauchboote versenkt und die Bevölkerung übe den Aufstand.

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Aktuelle Informationen zur rechtsextremen „Operation Overlord“

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Allgemein

Jahr mit Fragezeichen


Wie entwickelt sich die Migration auf der Ärmelkanal-Route in diesem Jahr? Welche Faktoren spielen dabei eine Rolle? Versuch einer Einschätzung, basierend auf einem Ortsbesuch im Dezember.

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Channel crossings & UK

Rechtsextremes Grenzspektakel an der Kanalküste


Die Kampagne „Raise the Colours“ und ihre „Operationen“ in Nordfrankreich

Britische Rechtsextreme nutzen die nordfranzösische Küstenregion stärker denn je als Bühne. Mit Raise the Colours trat im November 2025 ein weiterer Akteur hinzu (siehe hier). Wöchentlich suchen Aktivisten seither Schauplätze der humanitären Krise auf und propagieren direkte Aktionen, um anstelle der Behörden „die Boote zu stoppen“. Geflüchtete und Zivilgesellschaft, aber auch der französische Staat und Unternehmen, rücken in den Fokus einer aggressiven Kampagne mit wechselnden Namen wie Operation France oder Operation Overlord, die vom medialen Umfeld Nigel Farages dankbar aufgegriffen wird. Auch KI-generierter Content wird eingesetzt, was bislang kaum der Fall war. Höchste Zeit, genau hinzuschauen.

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Channel crossings & UK

Britische Rechtsextreme kündigen eine größere Aktion in Frankreich an

Seit Anfang November agieren Aktivisten der britischen Gruppierung Raise the Colours regelmäßig in Nordfrankreich. Die Gruppe reist jeweils für einige Tage an und filmte bislang vor allem an Stränden und Camps in der Region von Calais und Dunkerque, später auch in Paris. Für den 29. November werden nun offenbar größere Aktionen vorbereitet. Das auf die extreme Rechte spezialisierte Magazin Searchlight rät zur Wachsamkeit.

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Channel crossings & UK

Pushback im Frachtschiff

Nach Angaben von NGOs kam es in der Nacht vom 11. auf den 12. Okober 2025 in der Nordsee zu einem Pushback: Zwei Geflüchtete aus Syrien versteckten sich im Maschinenraum des unter liberianischer Flagge fahrenden Frachtschiffs CM Coast. Weil sie Gas eingeatmet hatten und Atemnot verspürten, baten sie um Hilfe, wurden jedoch von der Besatzung gefangen gesetzt und nach Calais gebracht. Zum Zeitpunkt ihrer Entdeckung befanden sie sich bereits in britischen Gewässern.

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Calais Channel crossings & UK Dunkerque & Grande-Synthe

Kalkulierte Eskalation britischer Rechtsextremisten

UKIP und Turning Point UK stellen einen Übergriff auf Geflüchtete in Gravelines online

Nick Tenconi (rechts) zu Beginn des Übergriffs auf Geflüchtete in Gravelines, vermutlich 9./10. September 2025. (Quelle: X/Nick Tenconi; Screenshot: Calais Border Monitoring)

Nach Provokationen im Juni (siehe hier) haben britische Rechtsextreme nun einen nächtlichen Übergriff auf Geflüchtete im nordfranzösischen Gravelines verübt. Im Rahmen einer aggressiven Kampagne für Massendeportationen stellten sie nun Videoaufnahmen der Tat online. Dahinter steht die bereits bekannte Melange aus britischem Rechtsextremismus und einer bösartigen Spielart der christlichen Rechten, orientiert an der US-amerikanischen MAGA-Bewegung.

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Calais

Mahnmal aus Schuhen

Anklage an die britisch-französische Grenzpolitik: Gedenken an die Grenztoten am Strand von Calais, 20. September 2025. (Foto: Calais La Sociale)

Am Strand von Calais entstand am 20. September 2025 ein temporäres Mahnmal: 518 Paar Schuhe, im Sand angeordnet, erinnerten an die mindestens 518 Menschen, die seit 1999 im Zusammenhang mit der Migration auf der Kanalroute ihr Leben verloren haben.

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Calais

Todesfall nach Spannungen in Calais

In den Nachtstunden des 29. August wurde in Calais erneut ein Geflüchteter tot aufgefunden. Es war ein junger Mann aus dem Sudan, der vermutlich gewaltsam zu Tode kam. Französische Medien sehen einen Zusammenhang mit gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Exilierten, die sich Stunden zuvor in der Nähe des Fundorts der Leiche zugespitzt hatten.