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Calais

Wasser ist politisch (3)

Wegräumen der Blockade, 23. September 2021. (Foto: Julia Druelle)

Zum zweiten Mal haben Exilierte und Freiwillige am Abend des 23. September 2021 die Barriere aus schweren Felsklötzen fortgeräumt, die von den Behörden kurz zuvor ebenfalls zum zweiten Mal erreichtet worden war. Mit den Steinen soll die Organisation Calais Food Collective daran gehindert werden, einen Tank anzufahren und zu befüllen, der für rund 600 bis 700 Bewohner_innen eines Camps der einzige Zugang zu frischem Trinkwasser ist. Mehrfach wurde der Tank außerdem von der Polizei zerstört (siehe hier und hier). „Dabei ist der Zugang zu sicherem und sauberem Trinkwasser ein Menschenrecht. Offenbar nicht in Calais“, so die Fotografin Julia Druelle, deren Bilder wir hier zeigen.

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Calais

Wasser ist politisch (2)

Als das Calais Food Collective am 18. August 2021 einen Tank zur Versorgung eines Camps in der Calaiser Nachbargemeinde Coquelles mit Trinkwasser aufstellte, dauerte es einen Tag, bis ein Polizist den Behälter durch einen Schnitt sabotierte. Drei Wochen später blockierte die Gemeinde die Zufahrt, die für das tägliche Befüllen des Behälters benutzt wird, mit schweren Felsklötzen (siehe hier). Die groteske Auseinandersetzung um den Tank, der für die rund 600 bis 700 Bewohner_innen des Camps die einzige Trinkwasserquelle ist, geht weiter.

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Calais

Wasser ist politisch

Durch CRS zerstörter Trinkwasserbehälter in Calais, 18. August 2021 (Foto: Calais Food Collective)

[Mit einem Update, 9. September 2021] Es kommt vor, dass ein einzelnes Detail eine komplexe Situation repräsentiert. Ein solches Detail ist ein wenige Zentimeter langer Messerschnitt durch die Wand eines Trinkwasserbehälters, den das Calais Food Collective vor einigen Tagen aufgestellt hatte.

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Calais

Räumung in Coquelles

Der Lokalzeitung La voix du Nord zufolge hat in Calais‘ westlicher Nachbargemeinde Coquelles am 27. April 2021 eine größere Räumung stattgefunden. Sie betraf ein erst seit wenigen Wochen bestehendes Camp in der Nähe des ehemaligen Möbelhauses Conforama an der Gemeindegrenze von Calais und Coquelles. Das ursprüngliche Camp unter einem Vordach des leerstehenden Gebäudes war im März durch schwere Steine versperrt worden (siehe hier).

Das durch Steine versprerrte ehemalige Conforama-Möbelhaus. Danach hatte sich das jetzt geräumte Camp in Coquelles gebildet. (Foto: Utopia 56)
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Calais Grande-Synthe

„Fundamentale Rechte werden an der Grenze weiterhin nicht beachtet“

Zerschneiden von Zelten bei einer Räumung in Grande-Synthe am 29. Dezember 2020. (Foto: Utopia 56)

Mit dieser Bemerkung beendet die Initiative Human Rights Observers einen Großteil ihrer Berichte über die anhaltenden Räumungen in Calais und Grande-Synthe. Im Jahr 2020 schrieben sie dies zuletzt am 30. Dezember  – nach über tausend Räumungen in beiden Städten im Verlauf dieses Jahres. Hier ein Überblick über einige neue Fälle.

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Calais

Räumung bei Coquelles

Coquelles ist eine kleine Landgemeinde westlich von Calais, deren Gebiet zu weiten Teilen von den Betriebsanlagen des Kanaltunnels und den zugehörigen Verkehrsinfrastrukturen in Anspruch genommen wird. Infolge der Räumungswellen in Calais im Sommer dieses Jahres siedelte ein Teil der Migrant_innen dorthin über. Im Schatten der zahlreichen Bootspassagen über den Ärmelkanal mehren sich die Versuche, dort ein Versteck in einem Lastwagen mit dem Ziel Großbritannien zu finden. Am 13. November 2020 fand nun nahe der Gemeindegrenze Calais‘ zu Coquelle eine groß angelegte Räumung statt. Es war die erste Operation dieser Größenordnung seit dem Beginn des zweiten Confinement (siehe hier).